Ausflugsziele in Österreich: was Besucher wissen sollten
Wer Ausflugsziele in Österreich sucht, hat ein Auswahlproblem und kein Angebotsproblem. Fast jede Region hat mehrere Ziele, die einen eigenen Tag rechtfertigen.
Ein Überblick nach Regionen
Im Westen dominieren Berge und Bergseen, im Osten Flachland, Weinbau und der Neusiedler See als größte Wasserfläche.
Nationalparks decken mehrere Zonen ab, vom Hochgebirge im Nationalpark Hohe Tauern bis zum Steppensee im Nationalpark Neusiedler See.
Hütten als Ziel und Zwischenstation
Auf Almen gilt besondere Vorsicht bei Weidevieh. Abstand halten, Hunde anleinen und bei Bedarf ableinen, wenn Tiere direkt auf einen zukommen.
Schutzhütten der alpinen Vereine bieten Übernachtung, meist im Lager. Eine Reservierung ist in der Hauptsaison praktisch immer erforderlich. Als Ausgangspunkt für die Suche eignet sich die Übersicht zu Natur und Städte in Österreich.
Urbane Ziele im Land
Innsbruck ist der einzige Ort dieser Größe, von dem aus das Hochgebirge in wenigen Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist.
Graz, Linz und Salzburg sind kompakt genug, um an einem Tag zu Fuß erkundet zu werden. Die Altstädte liegen jeweils sehr zentral. Andere Beiträge zu österreichischen Themen stehen unter znaki.fm/at-de.
Zwischen Schneeschmelze und erstem Frost
Im Hochsommer sind Bergseen und Höhenwege gut erreichbar, dafür sind die bekannten Ziele stark besucht. Frühe Starts helfen erheblich.
Im Oktober beginnt die Almsaison zu enden. Hütten schließen, Bergbahnen stellen den Betrieb ein, und Wege werden teils nicht mehr gewartet.
| Mai | Klammen, Täler, Städte | gering |
| Juli und August | Bergseen, Höhenwege | hoch |
| September | fast alles | moderat |
| November | Städte | sehr gering |
Unterwegs mit Kindern
Bergbahnen ermöglichen Höhenwanderungen ohne langen Aufstieg. Das macht Ziele erreichbar, die sonst außer Reichweite wären.
Seen mit flachem Einstieg sind für kleinere Kinder sicherer. Bergseen fallen dagegen oft steil ab und sind sehr kalt.
Was ein Ausflugstag kostet
Klammen und Schauhöhlen verlangen meist einen einstelligen Eurobetrag, der die Instandhaltung der Anlagen finanziert.
Familienkarten und Regionalkarten rechnen sich schnell, wenn mehrere Bahnen oder Attraktionen genutzt werden.
Stille Ziele finden
Wer eine Region mehrfach besucht, findet mit jedem Mal mehr. Das gilt besonders für die Gebiete abseits der großen Skiorte.
Die stilleren Plätze verlangen meist etwas mehr Aufwand bei der Anreise. Genau das hält sie still.
- Öffnungs- und Saisonzeiten vor der Anfahrt prüfen
- Rückfahrt und letzte Bergbahn im Blick behalten
- Regenschutz auch bei stabiler Vorhersage einpacken
- Karten offline verfügbar machen, Empfang fehlt oft
Burgen, Klöster und Kulturorte
Stift Melk über der Donau ist eines der bekanntesten Barockbauwerke des Landes und liegt am Beginn der Wachau, was sich gut zu einem Tagesausflug verbinden lässt.
Freilichtmuseen versammeln historische Bauernhäuser aus einer Region an einem Ort. Sie funktionieren auch bei mäßigem Wetter gut.
Bergbahnen verkürzen viele Anstiege erheblich und machen hochgelegene Ziele auch für weniger Geübte erreichbar. Ihre Betriebszeiten sind saisonal begrenzt.
Anreise und Erreichbarkeit
Die letzten Verbindungen am Nachmittag fahren früher, als viele erwarten. Ein Blick auf die Rückfahrt gehört zur Tourenplanung.
Für Rundtouren ist die öffentliche Anreise oft praktischer, weil man nicht zum Auto zurückkehren muss.
Die kurze Zusammenfassung
Am meisten bringt die Kombination aus einem bekannten Ziel und einem stillen Platz in der Nähe. So sieht man beide Seiten einer Region.
Die Jahreszeit entscheidet stärker über den Eindruck als das Ziel selbst. Derselbe Ort wirkt im Mai anders als im September.
Themenwege mit Stationen funktionieren mit Kindern deutlich besser als reine Aufstiege. Viele Regionen haben solche Wege in den letzten Jahren angelegt.
Rücksicht als Voraussetzung
Österreich hat sechs Nationalparks, darunter die Hohen Tauern als größtes Schutzgebiet der Alpen und den Nationalpark Neusiedler See im Osten.
Abfall gehört vollständig wieder ins Tal, auch organischer. Bananenschalen und Obstreste bauen sich in Höhenlagen extrem langsam ab.
Die Wintersaison im Gelände
Der Lawinenlagebericht wird täglich für jedes Bundesland veröffentlicht. Wer abseits gesicherter Wege unterwegs ist, sollte ihn zwingend lesen.
Die Tage sind kurz. Ab etwa 16 Uhr wird es dämmrig, was bei jeder Tourenplanung im Winter einzurechnen ist.
Baden, Wandern und Aussicht
Bergseen wie der Seebensee in Tirol liegen auf über 1.600 Metern und sind nur zu Fuß oder über eine Kombination aus Bahn und Wanderung erreichbar.
Der Grüne See in der Steiermark ist ein Sonderfall, weil sein Wasserstand jahreszeitlich stark schwankt. Baden und Tauchen sind dort inzwischen untersagt.
Seezugänge sind teils kostenpflichtig, teils frei. Die öffentlichen Zugänge sind vorhanden, aber nicht immer gut ausgeschildert.
Praktische Ausrüstung
Feste Schuhe mit Profil sind die wichtigste Einzelanschaffung. Auf feuchtem Fels und auf Wurzelwegen entscheidet das über Sicherheit und Tempo.
Sonnenschutz wird in Höhenlagen regelmäßig unterschätzt. Die Strahlung nimmt mit der Höhe deutlich zu, auch bei Bewölkung.
Was Leser am häufigsten wissen wollen
Sind Almhütten das ganze Jahr bewirtschaftet?
Nein, üblicherweise von Juni bis September. Außerhalb dieser Zeit gibt es dort weder Verpflegung noch verlässlich Wasser.
Welche Ziele eignen sich mit Kindern?
Themenwege mit Stationen, Seen mit flachem Einstieg und Almhütten. Die Wegzeit sollte etwa anderthalb- bis doppelt so lang angesetzt werden.
Wie kommt man ohne Auto zu den Zielen?
Über Bahn und Postbus, in vielen Regionen ergänzt durch Wanderbusse. Diese verkehren nur saisonal und stehen nicht im Standardfahrplan.
Im Winter gelten eigene Anforderungen. Der Lawinenlagebericht wird täglich für jedes Bundesland veröffentlicht und gehört zur Vorbereitung.

